Littérature moderne
Das Studienangebot zur neueren deutschen Literatur umfasst die literarische Produktion seit dem Barock, mit Schwerpunkt auf der Periode vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Diversität und Vielfalt der deutschsprachigen Literaturen in ihren unterschiedlichen historischen Kontexten wird ebenso thematisiert wie die methodischen Möglichkeiten im Zugang zu den verschiedenen literarischen Gattungen. Eine besondere Aufmerksamkeit gilt der Literatur aus der deutschsprachigen Schweiz. Auch die Bezüge zu Nachbarliteraturen und den Nachbarmedien (bildende Kunst, Film, Musik) werden regelmässig in den Blick gerückt.
Weil nur im gemeinsamen Gespräch die persönliche Lektüre produktiv gemacht werden kann, findet der Unterricht meist in Seminarform statt. Die Unterrichtssprache ist deutsch.
Unterrichtsveranstaltungen im Studienjahr 2012/2013
Erstes Jahr
Einführungsseminar zur deutschen Literaturwissenschaft (drei Gruppen)
Zweites Jahr
Autorenzentrierte Seminare: Heinrich Heine / Georg Büchner / Friedrich Dürrenmatt
Seminare des zweiten Studienteils / des Masterprogramms
Herbst 2012:
Hauptseminar: Robert Schumann und die Romantik
Hauptseminar: Die Angestellten in der Literatur des frühen 20. Jahrhunderts
Hauptseminar: Was gibt es da zu lachen? - Spielformen der Komödie in der deutschen Literatur
Master-Seminar: Historisches Erzählen: Conrad Ferdinand Meyer
Literaturgeschichtliches Lektürekolloquium: Literatur in der Weimarer Republik
Frühling 2013:
Hauptseminar: Mythos und Autobiografie bei Guido Bachmann
Hauptseminar: Robert Musil, « Nachlass zu Lebzeiten »
Hauptseminar: (zusammen mit der Traductologie): Robert Walser in seinen Übersetzungen
Master-Seminar: Die Romantik und ihre Sprachen
Literaturgeschichtliches Lektürekolloquium: Deutsche Literatur des "Sturm und Drang"
Master-Kolloquium
Atelier transdiscplinaire
Horaires des cours / Stundenplan
Leseliste
Die Leseliste ist eine Menukarte. Sie bietet wichtige Werke der deutschen Literaturgeschichte zum Lesegenuss an, ohne aber vorzuschreiben, in welcher Reihenfolge, mit welcher Intensität und in welcher Menge die vorgeschlagenen Werke gelesen werden sollen. Sie ist also kein abfragbarer Kanon, sondern eine offene Palette. Sie will nicht übersättigen; deshalb ist die Auswahl nicht allzu üppig. Trotzdem ist sie so lang, dass sie nicht von vorn bis hinten durchgekaut und wiedergekaut werden kann - bei diesem Menu kann und soll man mit jenem Gang beginnen, der am meisten anspricht. Weil die Leseliste darauf baut, dass der Appetit mit dem Essen kommt, will sie die Studierenden über Werke orientieren, wie sie insbesondere im Umkreis eines Seminars oder bei einer Vorlesung zusätzlich gelesen werden können, so dass das Netz der Leseerlebnisse im Laufe des Studiums immer dichter wird.
Leseliste
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Forschungsprojekte
2001-2005 Forschungsprojekt, gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds, zu den literarischen Polyphonien in der deutsch- und französischsprachigen Literatur der Schweiz im 20. Jahrhundert, zusammen mit dem Centre de Traduction Littéraire und den Universitäten Neuchâtel und Zürich. Leitung: Prof. Peter Utz.
SNF-Projekt Stimmung: Stimmungen sind Grundbefindlichkeiten unseres Daseins. Wir empfinden, denken und verstehen alles irgendwie gestimmt. ›Stimmung‹ ist aber auch ein ästhetischer Begriff mit einer komplizierten Geschichte. In ihm verschränken sich Konzepte u.a. aus der Musik, Psychologie, Physik und Philosophie. Das Projekt untersucht Wechselwirkungen zwischen Phänomenologie und Begriffsgeschichte in Texten aus Literatur, Kunst und Wissenschaft von 1750 bis 1950. Weitere Informationen: www.unil.ch/stimmung. Leitung: Prof. Hans-Georg von Arburg.
2011/2012 Projekt "SCIEX" der CRUS über den Publizisten und Intellektuellen Carl Albert Loosli (1877-1959). Dieser eminente Intellektuelle und sensible Zeitzeuge wird im kulturellen Kräftefeld seiner Epoche neu situiert. Forschungsprojekt von Dr. Dariusz Komorowski, Universität Wroclaw / Polen. Aufenthalt in der Schweiz unter der Verantwortung von Prof. P. Utz.
Studienreise Weimar, 9. - 14. Mai 2011
Im Mai 2011 führte die Section d’allemand unter der Leitung von Prof. Hans-Georg von Arburg und Nina Maria Glauser eine Studienreise an die Wirkungsstätte von Goethe und Schiller durch. Auf dem Programm standen aber nicht nur die deutschen Klassiker, sondern ebenso die Bauhaus-Bewegung, das Nietzsche-Archiv und die nationalsozialistische Vergangenheit Weimars. Dank einer ausgeglichenen Verteilung von kulturellen und sozialen Lustbarkeiten, dem schönen Wetter und einer harmonierenden Gruppe war die Studienreise eine grosse Freude und Bereicherung, die nach einer baldigen Wiederholung verlangt.
Einen detaillierten Reisebericht mit fotografischen Impressionen finden Sie in dem unten stehenden PDF. Den Bericht verfassten Florence Brunner und Elise Tanari.
Studienreise.pdf
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