Die UNIL im 19. Jahrhundert
1895
Einrichtung der Ferienkurse für Nicht-Französisch-Sprachige; Angliederung an die philosophische Fakultät.
1893
Einweihung des Fachbereichs Physik und Chemie am Place du Château.
1890
Durch das Gesetz über die öffentliche höhere Bildung vom 10. Mai (Loi sur l’instruction publique supérieure) erhält die Akademie den Status und Namen einer Universität. Einrichtung der medizinischen Fakultät. Alexandre Maurer, Professor für Vergleichende Literaturwissenschaften ist gleichzeitig letzter Rektor der ehemaligen Akademie und erster Rektor der neuen Universität Lausanne. Die Universität zählt 300 eingeschriebene Studenten.
1873
Einrichtung des Fachbereichs Pharmazie.
1869
Das am 12. Mai erlassene Gesetz über höhere Bildung (Loi du 12 mai sur l'enseignement supérieur) verleiht der Akademie den legalen Status, durch den sie einige Jahre später zur Universität wird. Von nun an gibt es vier gleichberechtigte Fakultäten: Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften und Mathematik, Rechtswissenschaften, Theologie. Die Technische Fachschule wird der Akademie als technische Fakultät angeschlossen. Zum akademischen Grad des Lizentiats und des Ingenieurs der fünf Fakultäten kommt nun der Doktorgrad hinzu. Das Gymnasium wird in einen literarischen und einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig unterteilt.
1853
Gründung der Ecole spéciale de Lausanne, der Technischen Fachschule Lausanne und zukünftigen Ingenieurschule nach dem Modell der Pariser Ecole Centrale auf Initiative von fünf in Paris ausgebildeten Waadtländer Fachschultechnikern, Professoren für Mathematik- und Chemie der Akademie.
1837
Das Gesetz vom 21. Dezember über die Akademie wird den Charakter der Institution grundlegend verändern: Sie soll Menschen für berufliche Laufbahnen ausbilden, die eine höhere Bildung erfordern sowie die literarische und naturwissenschaftliche Kultur im Land pflegen. Zum ersten Mal seit ihrer Gründung ist die Akademie nicht mehr hauptsächlich eine Schule für Theologie. Sie wird säkularisiert, verliert ihren kirchlichen Charakter und damit auch die Machtstellung, die sie über fast drei Jahrhunderte inne gehabt hatte. Unterrichtet wird von nun an in französischer Sprache, und zwar in drei Fakultäten: Geistes- und Naturwissenschaften, Theologie, *Rechtswissenschaften. In allen vier Fakultäten können Lizentiate erworben werden. Die Anzahl der Lehrstühle wird auf siebzehn erweitert:
3 für Geisteswissenschaften
3 für Philosophie, Geschichte und Politikwissenschaften
3 für Mathematik und Physik
4 für Theologie
5 für Rechtswissenschaften
Ein Gymnasium bildet den Übergang von der Sekundarschule zum höheren Studium. Die akademische Freiheit der Kurswahl wird offiziell anerkannt.
1833
Einrichtung des Lehrerseminars: Ab 1837 werden hier auch Lehrerinnen ausgebildet.
1806
Loi du 28 mai sur l'instruction publique du canton de Vaud: Gesetz vom 28. Mai über die öffentliche Bildung im Kanton Waadt. Ein akademischer Rat überwacht den Unterricht in Primar- und Sekundarschule sowie im akademischen Bereich. Charles Monnard ruft mit einigen Studenten die Gesellschaft für Belletristik für "die Kultivierung der Literatur" ins Leben.



