Die UNIL im 16. Jahrhundert
1587
Einweihung des Gebäudes der Akademie im April, 50 Jahre nach den Anfängen der Schola Lausannensis. Zu sehen ist das Gebäude in seiner damaligen Form auf dem Buttet-Plan (1638), der ersten getreuen Abbildung der Stadt Lausanne.
1570
Die Regierung in Bern ersetzt die Professoren, die die Schola Genevensis gegründet haben und inzwischen zurückgetreten sind, umgehend durch Berner und französische Lehrer.
1559
Die Hochschule erlebt ihre erste tiefe Krise. Aus theologischen sowie politischen Gründen erhebt sich Piere Viret, Lausanner Pfarrer und treibende Kraft der Institution, mit seinen Kollegen gegen die Regierung in Bern. Viret wird des Amtes enthoben, seine Kollegen verlassen Lausanne.
1558
Man zählt ungefähr 700 Studenten.
Théodore de Bèze tritt zurück. Er zieht nach Genf, um in der Nähe von Calvin zu sein. Die ebenfalls Calvin nahestehenden Lausanner Theologen geraten in Streit mit den Berner Landesherren, die Anhänger Zwinglis sind.
1552
Théodore de Bèze wird zum Rektor ernannt. Die Lausanner Hochschule erfreut sich zu jener Zeit eines hohen Bekanntheitsgrades, zumal es sich um die einzige Schule für protestantische Theologie in französischer Sprache handelt.
1547
Leges Scholae Lausannensis: Es handelt sich um das erste Reglement der Hochschule; die bis dahin erlassenen unvollständigen oder vorläufigen Bestimmungen werden kodifiziert. Ausser den 7 aufeinander aufbauenden Klassen der Lateinschule besteht die Hochschule aus vier Lehrstühlen: Theologie, Freie Künste, Griechische Philologie und Hebräische Philologie.
1537
Die Universität Lausanne geht aus der Schola Lausannensis hervor, die die Berner Machthaber kurz nach der Eroberung des Waadtlandes gründet hatten. Diese besteht aus einer Schule mit sechs Klassen und einem Lehrstuhl für Theologie. Ihre Aufgabe ist die Ausbildung für das protestantische Pfarramt sowie die Schulbildung der Jugend.



