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Commerce / Transport / Economie

1474-1849 Reisläuferei (Söldnertum und damit verbundenes Pensionenwesen) als wichtige Einnahmequelle infolge der verbreiteten Armut der Landbevölkerung
1508 Zürich verbietet Reisläuferei und fördert stattdessen die Heimindustrie im Textilwesen
1600-1890 Grosse Auswanderungswelle (v.a. Latein- und Nordamerika)
17. Jh. Entwicklung der Uhrenindustrie in Genf und Neuenburg (Jura) durch hugenottische Flüchtlinge aus Frankreich
1615 Einrichtung einer wöchentlichen Postlinie zwischen Zürich und Mailand
1643 Herzogtum Mailand verhängt Handelssperre über Zürich und Bern (Konkurrenz betreffend die Postlinie Zürich Mailand)
1755 Gründung der Bank Leu als Staatsbank des Zürcher Stadtstaats
1790 Baumwollspinnerei Johan Jacob Rieter & Co. (Töss)
19.3.1799 Erste Einführung des Schweizerfranken Mediation)
18. Jh. Starke Entwicklung der Textilindustrie (v.a. durch Maschinen aus Frankreich und England)
1800 In der Schweiz bestehen vier Sparkassen und lokalbanken mit einer Bilanzsumme von 8 Mio Franken
1803 Frankreich verhängt Einfuhrverbot von Baumwolle (zur Schwächung Englands), dadurch wird die Weberei behindert und die Spinnerei gefördert
1801 Spinnerei Hard bei Wülflingen
1804 Marc Antoine Pellis eröffnet in St. Gallen eine Spinnereifabrik mit „Spinning Jennies“
1803/04 Spinnerei Christian Näf in Rapperswil
1804 Spinnerei Johan Christina Zellweger in Trogen
1804 Konrad Fischer stellt in der Nähe von Schaffhausen Gussstahl nach einem aus England mitgebrachten Verfahren her
1804 Daniel Frey errichtet in Aarau eine chemische Fabrik (Farbstoffe)
1806 Kontinentalsperre (Kein Handel mit England mehr möglich, Schutz vor Exporten der englischen Textilindustrie)
1806 Hans Caspar Escher gründet Aktienspinnerei Neumühle in Zürich und verkauft an 1810 eigenen Spinnereimaschinen (Maschinenfabrik Escher Wyss & co.)
1810 Baumwollspinnerei Johan Jacob Rieter & Co. (Töss) beginnt mit Bau von Spinnereimaschinen
1810 Spinnerei Michael Weninger & Co. In St. Georgen (St. Gallen) gegründet, eröffnet später Maschinenwerkstätte
1814 Maschinenspinnerei hat Handspinnerei völlig verdrängt
1816/17 Frankreich, Österreich, Niederlande verhängen hohe Zölle (auch auf (Textil)Waren aus der Schweiz)
1816 Eröffnung des ersten Hotels auf Rigi-Kulm (Tourismus)
1817 Lord Byron besingt sin seinem dramatischen Gedicht „Manfred“ die Schönheiten des Hochgebirges; er lebt seit 1816 in Cologny bei Genf
1819 Der François-Luis Cailler (1796-1852) eröffnet nach vier Lehr-und Wanderjahren in Turin in Corsier bei Vevey VD als erster in der Schweiz einen Produktions- und Handelsbetrieb für Schokolade. Er setzt seine eigenen Maschinen ein und senkt damit die Kosten erheblich.
1822 Ausweitung der französischen Zollschranken
16.7.1823 Tagsatzung versagt bei Abschaffung der Binnenzölle und kann auch keine geeinte Zollpolitik gegen das Ausland erreichen
1825 Erste Banknote der Deposito-Cassa der Stadt Bern (ab 1830 Noten von Marcuard & Co. Bern, ab 1832 von Lombard, Odier & Cie. In Genf, ab 1833 von der Kantonalbank Bern) – in Frankreich erste Noten ab 1716
1826 Philippe Suchard begründet in Serrrières NE eine Genusswarenfabrik und fördert die Dampfschifffahrt auf dem Neuenburgersee
ca. 1830 Charles-Amédée Kohler (1790-1874) produziert Haselnussschokolade in Lausanne
1830 Erste Lebensversicherung in Basel gegründet (zunächst wenig Erfolg wegen starker englischer Konkurrenz)
1830 Eröffnung der Passtrasse über den Gotthard (Finanzierung durch Strassen- und Wegezölle) – 1849 dauert die Frahrt von Basel nach Mailand 50 Stunden
7.4.1834 Johan Jakob Sulzer-Neuffert eröffnet in Winterthur eine Eisengiesserei (Bau von Dampfmaschinen, Dampfkesseln etc.)
1844 Bei Baedeker in Koblenz (D) erscheint erster Führer „Die Schweiz. Handbüchlein für Reisende“
9.8.1847 Erste Eisenbahn der Schweiz (Baden-Zürich)
1850 ca. 60 % der Bevölkerung arbeiten noch in der Landwirtschaft (Produktivitätssteigerung der Landwirtschaft)
1850 Bundesgesetz über das eidgenössische Münzwesen: Einführung des Franken
1850 Erste Börse in Genf
1850 Es bestehen 171 Kreditinstitute (150 Sparkassen) mit einer Bilanzsumme von 104 Mio. Franken
1851 Gründung einer Schuhfabrik in Schönenwerd SO durch Carl Fran und Fritz Bally
1856 Zürcher Nationalrat Alfred Escher gründet die Schweizerische Kreditanstalt (SKA) (auch zur Finanzierung des Bahnbaus, daneben aber v.a. Handel und Industrie)
1858 Drogenhandelsgeschäft Geigy gewinnt durch Extraktion von Farbhölzern und gerbstoffhaltigen Produkten neue Hilfsmittel für die Färberei
1864 Joseph Gerber-Keller und Armand Gerber aus Mühlhausen erreichten in Basel die Kollektivgesellschaft Gerber und Uhlmann, um den in Frankreich nicht patentierbaren Farbstoff Azalein zu produzieren. Die Schweiz war zu jenem Zeitpunkt neben der Türkei eines der wenigen Länder ohne einen geregelten Erfindungsschutz
1860 Der aus Lyon eingewanderte Alexandre Clavel produziert mit Hilfe der französischen Chemiker Louis Durand und Etienne MArnas in Basel künstliche Farbstoffe unter Nutzung ausländischer Patente., Sein Betrieb geht 1873 an die Firma Bindschedler & Busch über und firmiert ab 1884 als Chemische Industrie in Basel (CIBA)
1862 Gründung der Bank in Winterthur zur Exportfinanzierung
1863 Der britische Reiseunternehmer Thomas Cook organisiert die erste Pauschalreise durch die Schweiz
23.12.1866 Gründung der Lateinischen Münzunion
1867 Henri Nestlé gründet in Vevey eine Milchmehlfabrik. Erfolgreicher Export nach Frankreich und Grossbritannien
1870 Bally gründet Niederlassung in Montevideo, 1873 in Buenos Aires und 1879 in Paris
1871 Reparationszahlungen Frankreichs an Deutschland führen zu Wirtschaftsboom dank Nachfrage und billigen Krediten aus Deutschland;
1871 Britischer Ingenieur Charles Brown, nach Tätigkeit bei Sulzer in Winterthur, gründet in Winterthur die Schweizerische Lokomotivenfabrik
1872 Seit 1869 Steigerung der Seidenexporte um 42 %
1872 Schaffung des Basler Bankvereins (Beteiligung der Bankvereine von Frankfurt, Berlin und Wien
1872 Baubeginn des Gotthard-Eisenbahntunnels – Eröffnung 1882 (deutsche Ingenieure, italienische Arbeiter; Kapital aus dem Deutschen Reich und Italien)
1875 Daniel Peter, der Schwiegersohn von François-Luis Cailler, kombiniert die Kondensmilch seines Nachbarn Henri Peter mit der eigenen Schokolade zu Milchschokolade
1877 Eröffnung der Börse in Zürich
1879 Erfindung der Fondant-Schokolade durch Beigabe von Kakaobutter und Kakaomischung durch Rodolphe Lindt in Bern
17.9.1879 In Bern wird eine internationale Vereinbarung über Massnahmen gegen die Reblaus unterzeichnet
1880 Bundesgesetz über die Auswanderungsagenturen vom 24.12. (In Kraft ab 12.4.1881) zur Verhinderung von Missständen bei Emigrationswilligen. Zunahme auch dank Dampfschifffahrt
1890 Traditionelles Auswanderungsland wird dank Industrialisierung zum Einwanderungsland
1883 Berner Konvention zum Urheberrecht
1886 Edouard Sandoz, Wollhändlersohn aus Neuenburg und langjähriger Mitarbeiter bei CIBA, und Alfred Kern gründen chemische Fabrik Kern und Sandoz in Basel; Erfolg mit Farben in Asien (gegen Kredit)
12.11.1888 Gründung in Neuhausen am Rheinfall der Aluminium-Industrie-AG (AIA) durch Gustave-Louis Naville und Peter Huber-Werdmüller unter Beteiligung der Allgemeinen Elektrizitätswerke (AEG). Verwendung eines Patents des Pariser Chemikers Paul Héroult zur Aluminiumgewinnung
1889 CIBA präsentiert Heilmittel an der Weltausstellung in Paris
1891 Bilaterales Abkommen zwischen Schweiz und USA über Schutz literarischer Werke
16.10.1891 Notenmonopol für Bund; ab 1907 durch Nationalbank
1896 Fritz Hoffmann-La Roche gründet chemisches Unternehmen in Basel im Bereich der Heilmittelchemie
1904 Fusion von Cailler mit der Schokoladenfabrik von Charles-Amédée Kohler
1.6.1906 Eröffnung des Simplon-Eisenbahntunnels
20.7.1907 Schweizerische Nationalbank beginnt ihre Tätigkeit
1910 Zwischen 1890 und 1910 ist der Ausländeranteil an der Bevölkerung in der Schweiz von 4.6 % auf 14.7 % gestiegen (40% jeweils aus Deutschland und Italien, 12 % aus Frankreich, 7% aus Österreich-Ungarn)
1920 Beginn einer ersten Weltwirtschaftskrise
23.5.1928 Erste grosse Weltwirtschaftskonferenz des Völkerbundes geht erfolglos in Genf zu Ende
26.3.1931 Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer
23.12.1931 Einfuhrbeschränkungen für bestimmte Waren zum Schutz der nationalen Produktion
14.6.1932 Abschluss von Handelsverträgen mit Sowjetunion wird im Nationalrat abgelehnt
9.1.1936 Abschluss eines Handelsvertrages mit den USA
26.9.1936 Abwertung des Schweizer Franken
1938 Aufgrund des hohen Zuflusses von Fluchtgeldern beschliesst Nationalbank mit Geschäftsbanken Sichtguthaben in Schweizer Franken ausländischer Gläubiger nicht mehr zu verzinsen: Für Festgelder mit einer Laufzeit bis sechs Monate ist eine Kommission von 1 % zu bezahlen; Zinsen werden erst bei Laufzeiten ab 9 Monaten bezahlt (Gentlemens’s Agreement)
8.9.1939 Bundesrat fasst Vollmachtenbeschluss über den „schutz der Sicherheit des Landes im Gebiet des Nachrichtendienstes“; Pressefreiheit stark eingeschränkt
6.4.1939 Dringlicher Bundesbeschluss zur Steigerung des Ackerbaus
9.8.1940 1. Wirtschaftsabkommen mit dem Deutschen Reich – umfangreiche Kriegsmateriallieferungen
1.10.1943 2. Wirtschaftsabkommen mit dem Deutschen Reich (bleibt bis 1.3.1944 in Kraft)
23.2.1944 Grossbritanniens Regierung erlässt „Treasury Announcement“ lehnt es ab
8.3.1945 Currie-Übereinkommen mit den USA
21.5.1945 Washingtoner Abkommen betreffend der deutschen Vermögenswerte in der Schweiz – Zahlung von 250 Mio. Franken als einmalige Abgeltung betreffend der Raubgoldvorwürfe
16.4.1948 Gründung der OEEC - Schweiz ist Gründungsmitglied obwohl sie keine Mittel aus dem Marshallplan erhält
13.10.1950 Schweiz muss Ergänzung des Handelsabkommens mit den USA von 1936 um eine Escape-Klausel annehmen (Safeguard Measures)
28.7.1954 Uhrenkrieg zwischen Schweiz und USA: Erhöhung der Zölle auf Schwizer Uhren um bis zu 50%
20.10.1954 Einleitung eines Antitrust-Verfahrens gegen Schweizer Uhrenfirmen (Ebauches SA, Neuchâtel; Gruen, Biel; Eterna, Grenchen; Rolex, Biel) in den USA
22.11.1958 Provisorischer Beitritt zum GATT (SR 0.632.21)
25.4.1959 Bundesrat May Petitpierre begründet Abseitsstehen bezüglich der EWG
4.1.1960 Schweiz wird Gründungsmitglied der EFTA
21.2.1964 Bundesratsbeschluss zur Begrenzung Einwanderung
1.8.1966 Vollbeitritt zum GATT nach Anerkennung der Sonderbehandlung durch GATT Vertragsparteien
17.3.1968 In der Folge der Aufhebung der 25%-Golddeckungspflicht durch die USA kommt es auch in der Schweiz zu einer Währungskrise
7.6.1970 Schwarzenbach-Initiative zur Überfremdung wird an der Urne abgelehnt
27.11.1971 Verurteilung von Dieter Bühler und anderen Angehörigen des Bührle-Konzerns durch das Bundesstrafgericht in Lausanne wegen Verletzung der Waffenausfuhrbeschränkungen nach Südafrika und Nigeria
1972 FHA mit der EWG
9.5.1972 1. Aufwertung des Schweizer Frankens um 7 % gegenüber US-Dollar als Folge der Abwertung durch die USA
6.10.1972 Bundesratsbeschluss erweitert währungspolitische Kompetenzen der Landesregierung
20.12.1972 2. Aufwertung des Schweizer Frankens um 6,4 % gegenüber US-Dollar als Folge der Abwertung durch die USA
20.10.1974 Überfremdungsinitiative wird an der Urne abgelehnt
24.2.1978 Bundesrat erlässt Massnahmen gegen Zufluss ausländischen Kapitals (Negativzins auf Ausländische Konten mit mehr als 5 Mio Schweizer Franken)
29. 5.1992 Beitritt zu den 1944 gegründeten IWF (SR 0.979.1) und Weltbank (SR 0.979.2), IFC (SR 0.979.4) und ID (0.979.3)
6.12.1992 Ablehnung an der Urne des Beitritts zum EWR (Referendum)
1. 7.1995 Beitritt zur WTO (operativ seit 1.1.1995 - als faktische Nachfolgerin des GATT) mit Sitz in Genf
 

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