You are here: UNIL > Public International Law > PIL in Switzerland > Neutralité
Français | English

Neutralité


1515 Bataille de Marignano
1516 Capitulation entre certains Etats et la France
1618-1648 Guerre de trente ans (pas d'intervention, mais beaucoup de mercenaires impliqués ; exportations vers les pays en guerre)
1648 Reconnaissance de l’inviolabilité du territoire des Etats confédérés dans les Traités de Westphalie (24 octobre 1648)
1647 Création d’une armée commune (Neutralité armée)
1672-1678 Guerre de Hollande (pas d'intervention, mais beaucoup de mercenaires impliqués ; exportations vers les pays en guerre)
1688-1697 Guerre de la Ligue d'Augsbourg (pas d'intervention, mais beaucoup de mercenaires impliqués ; exportations vers les pays en guerre)
1701-1713 Guerre de succession d’Espagne (pas d'intervention, mais beaucoup de mercenaires impliqués ; exportations vers les pays en guerre)
19.8.1798 Beistandspakt der Helvetischen Republik mit Frankreich
27.9.1803 Militärbündnis Helvetische Republik – Frankreich
23.9.1805 Erklärung der bewaffneten Neutralität durch Tagsatzung
1807 Mme de Staël betreibt auf Schloss Coppet einen literarischen Salon
28.3.1812 Exlusive Militärkapitulation mit Frankreich
18.11.1813 Proklamation der bewaffneten Neutralität durch die Tagsatzung
20.3.1815 Erklärung am Wiener Kongress betreffend die Schweiz
20.11.1815 Zweiter Friede von Paris: Anerkennung der immerwährenden Neutralität (Charles Pictet de Rochemant)
1817 Beitritt zur Heiligen Allianz und Garantie des „Status quo“
1820 Preussischer Staatskanzler August Fürst Hardenberg un österreichischer Staatsminister Klemens Wenzel Fürst Metternich beklagen »politische Wühlarbeit » in der Schweiz und drohen geeignete Massnahmen zur Wahrung der Ruhe der Welt » an. Ein unter dem Deckmantel einer Turnanstalt agiert ein demokratischer Klub in Chur mit v.a. deutschen Flüchtlingen (Karl Follen, Wilhelm Snell, Karl Völker)
14.7.1827 Tagsatzung beschliesst „Presse- und Fremdenkonklusum“ nach Kritik durch Metternich (30.3.1823) – Aufhebung 1830
1.8.1838 Frankreich verlangt die Auslieferung von Louis Napoleon (Neffe Napoleon I.), der in Arenenberg (TG) seine Mutter besucht; Frankreich rüstet Heer; Tagsatzung beruft Charles Jules Guiger von Prangins VD zum General; am 14. Oktober verlässt Louis Philippe freiwillig mit britischem Pass die Schweiz
18.4.1848 Tagsatzung lehnt Angebot König Albert von Sardinien für ein Bündniss ab
1848/49 Aufnahme zahlreicher politischer Flüchtlinge (v.a. aus Deutschland und Italien) in der Schweiz. Am 15.9. verfügt der österreichische Generalfeldmarschall Radetzky die Ausweisung aller Tessiner aus der Lombardei und den Abbruch der Post- und Handelsverbindungen
18.7.1849 Bundesrat beschliesst auf Druck der konservativen europäischen Mächte die Ausweisung der politischen Führer der Volksaufstände in Baden und der Rheinpfalz
1.3.1847 Putsch in Neuenburg ; im Juni Juli 1849 droht der König von Preussen anlässlich der Niederschlagung des dritten badischen Aufstandes mit Einmarsch, gleichzeitig kommt es zu einer Grenzverletzung durch hessische Truppen bei der badischen Enklave Büsingen (Fahrt mit einem Dampfer über den Rhein); am 24. Juli 1849 beruft der Bundesrat Henri-Guillaume Dufour erneut zum General und lässt Grenzen besetzen. Deutsche Truppen besetzen die Rheingrenze. Die Hessischen Truppen werden festgesetzt und dürfen erst nach Abgabe einer Genugtuungserklärung dürfen sie abziehen. Am 8.5.1852 (Londoner Protokoll) verzichtet Preussen auf eine gewaltsame Durchsetzung der Ansprüche
2.-4. 9.1856 Putsch der Royalisten in Neuenburg; König von Preussen verlangt Freilassung der Royalisten; Bundesrat verlangt endgültigen Verzicht auf Neuenburg; Preussen befiehlt Mobilmachung; Bundesrat beruft Bundesrat Henri-Guillaume Dufour (nach dem Sonderbundskrieg) erneut zum General, lässt aber am 15./16.1.1857 die Royalisten frei ; Mit Vertrag vom 26. 5. 1957 verzichtet König Friedrich Wilhelm IV endgültig auf seine Rechte in Neuenburg
1859 Französisch-österreichsicher Krieg. Am 24.3. erklärt Bundesrat bewaffnete Neutralität und Verteidigung der Gebietshoheit. Spannungen im Tessin wegen gemeinsamer Kultur; Internierung von geflüchteten österreichischen Truppen
24.3.1869 Das neu entstandene Italien tritt u.a. Savoyen an Frankreich ab. Bundesrat erhebt Ansprüche auf Chablais, Faucigny und einen Teil des Genevois. Man erreicht allerdings nur die Einrichtung einer Freizone (Zollfreie Zone) rund um Genf.
1.2.1869 Internierung der Bourbaki-Armee
22.4.1889 Der deutsche Polizeibeamte August Wohlgemuth wird bei Rheinfelden AG verhaftet und nach Deutschland ausgewiesen. Er hat Personen angeworben, um deutsche Oppositionelle zu überwachen. Bismarck droht der Schweiz.
Juli 1892 Bundesrat Walter Hauser stellt Neutralität in Frage, nachdem Bundesrat Emil Frey dies ebenfalls bereits gefordert hatte
12.4.1892 Neue Gesetzesbestimmungen gegen Propaganda von Anarchisten in der Schweiz – zahlreiche Landesverweisungen folgen
10.9.1898 Der italienische Anarchist Luigi Luccheni ersticht in Genf Kaiserin Elisabeth von Österreich. Der Täter wird am 10.11.1898 zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt
19.6.1903 Kantonspolizei Bern legt eine Personenakte über den italienischen Sozilisten Benito Mussolini an, der nach kurzem, Aufenthalt in Yverdon VD 1902 nach Lausanne gegangen war, wo er zuerst als Weinhändler und Laufbursche arbeitete bevor er dort die Universität Besuchte
1907 Nachdem Lenin bereits 1895 ein erstes Mal in die Schweiz reiste (offiziell für einen Kuraufenthalt, in Wirklichkeit, um mit einigen russischen Emigranten Kontakte aufzunehmen) weilte er 1900, 1903 und 1904 erneut in der Schweiz. Ab 1914 wohnte er in zuerst in Bern, ab 1915 in Zürich im Exil. Nach dem Ausbruch der Februarrevolution verliess Lenin am 9. April 1917 die Schweiz mit Einwilligung der deutschen Behörden über deutsches Gebiet.
23.8.1914 Mobilmachung und Bekräftigung der Neutralität (I. WK)
1917 Missglückte Friedensvermittlung durch Bundesrat Hoffmann führt zu seinem Rücktritt
1918 Ausweisung des Sowjetemissärs Jan Berzin wegen angeblicher Verwicklung in den Landesstreik – Verstimmung mit der Sowjetunion
1920 Volksabstimmung vom 16. Mai öffnet nach Neutralitätsgarantie des Völkerbundes vom…den Weg zum Beitritt der Schweiz zum Völkerbund. Bundesrat Giuseppe Motta eröffnet am 15.11.feierlich die erste Völkerbundversammlung
10.5.1923 Ermordung des sowjetischen Diplomaten Waclaw W. Worowski durch den Auslandschweizer Moritz Conrad in Lausanne; dessen Freispruch führt zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen durch die Sowjetunion bis 1946
1921 Frankreich und die Schweiz unterzeichnen am 7. August 1921 ein Abkommen, mit dem die Freizonen Hochsavoyens und des Pays de Gex unter Gewährung von Handelserleichterungen für die betroffenen Kantone aufgehoben würden.
1923 In der Volksabstimmung vom 18.2. wird das Zonenabkommen in der Schweiz massiv verworfen. Am 10.11. verlegt die französische Regierung einseitig den Zollkordon im Raum Genf an die Grenze ohne die der Schweiz im Vertrag von 1860 garantierten Zollfreizonen weiterhin zu berücksichtigen.
1924 Am 30. 10. vereinbaren Frankreich und die Schweiz die Angelegenheit dem Ständigen internationalen Gerichtshof in Den Haag zu unterbreiten.
7.4.1933 Bundesratsbeschluss zur Aufnahme politischer Flüchtlinge
26.4.1934 Einschränkung der Pressefreiheit; Bundesratsbeschluss sieht Einschränkungen für Berichterstattung vor, die geeignet ist, gute Beziehungen mit dem Ausland zu gefährden
1935 Entführung des deutschen Emigranten Berthold Jacob durch die deutsche Geheime Staatspolizei aus Basel; Protest der Schweiz führt zur Rücküberstellung am 17.9. und Ausweisung am 20.9. nach Frankreich
4.2.1936 Ermordung des deutschen Nationalsozialisten Wilhelm Gustloff in Davos durch David Frankfurter ; in der Folge am 18.2. Verbot der Landes- und Kreisleitung der Partei durch den Bundesrat. Frankfurter wird vom Bündner Kantonsgericht verurteilt aber am 1. Juni 1945 begnadigt: er wurde nach Palästina ausgewiesen
3.11.1939 Spanischer Bürgerkrieg: Schweiz nimmt (Anders al etwa Italien oder das Deutsche Reich) keine Stellung für eine der beiden Seiten
14.5.1938 Auf Wunsch der Schweiz anerkennt Völkerbund einstimmig die umfassende Neutralität der Schweiz, d.h. auch die Nichtteilnahme an Wirtschaftssanktionen (Stimmenthaltung Chinas und der Sowjetunion)
4.10.1938 Erste Einwanderungsbeschränkungen gegen jüdische Emigranten aus dem Deutschen Reich und Österreich; Bundesrat stimmt Abkommen mit dem Deutschen Reich zu (J-Stempel im Pass für Juden)
16.3.1939 Bundesrat Hermann Obrecht erklärt Entschlossenheit zur Abwehr einer militärischen Aggression
30.8.1939 Wahl Heri Guisan zum General ; am 1.9. allgemeine Kriegsmobilmachung ; erneut am 10.5.1940; 4.8. Neutralitätserklärung; Bundesrat erinnert an sein Recht (aber nicht seine Pflicht) Hochsavoyen zu besetzen
23.12.1940 Bombardierung Zürichs durch britische Flieger (zuvor schon verschiedene Bombardierungen u.a. auch Diessenhofen TG und Langwiesen ZH sowie Renens VD – hier wird der Bahnhof bombardiert und zwei Personen werden getötet – In der Folge zahlt Grossbritannien eine Entschädigung); Erfolglose Proteste der Schweiz gegen Überflüge - in der Folge nächtliche Verdunkelung der Schweiz seit dem 6.11.1940 wegen der Überflüge durch britische Flieger
1940 Radioansprache am 25.6. und Empfang von drei Nationalsozialisten am 10.9 beim Bundespräsidenten Pilet-Golaz
13.8.1942 Verschärfte Massnahmen gegen Zunahme der Flüchtlinge in der Schweiz (« Das Boot ist voll ») – Heinrich Rothmund, Chef der Polizeiabteilung des EJPD, erläst totale Grenzsperre für Flüchtlinge (gewisse Lockerung am 24.8.)
1.4.1944 Bombardierung Schaffhausens durch US-Luftwaffe (40 Tote)
12.7.1944 Aufnahmeregelungen für Flüchtlinge werden wieder grosszügiger ausgestaltet
26.6.1945 Gründung der UNO –Schweiz will aus Neutralitätsgründen nicht beitreten
6. 7.1948 Schwurgericht Zürich verurteilt den Schweizer Eugen Wipf wegen 14-fachen Mordes im Konzentrationslager Hunzert
1.1.1950 Bundesrat Max Petitpierre ergänzt Neutralitätskonzeption mit dem Begriff der Solidarität
4.11.1956 Aufnahme zahlreicher ungarischer Flüchtlinge in der Schweiz
1.4.1962 Ablehnung an der Urne der Atomwaffen-Initiative
6.5.1963 Beitritt der Schweiz zum 1949 gegründeten Europarat
17.12.1965 Waffenembargo gegen Rhodesien
13.2.1967 Ablehnung der Teilnahme an Rhodesien-Sanktionen der UNO
3.7.1973 Schweiz beteiligt sich an KSZE in Helsinki
28.11.1974 Beitritt zur am 4. 11.1950 abgeschlossenen EMRK/EGMR (SR 0.101)
1.8.1975 Unterzeichnung der Schlussakte der KSZE (seit 1.1.1995 OSZE, mit Sitz in Wien)
9.4.1980 USA bitten Schweiz um Übernahme der Wahrung ihrer Interessen im Iran
16.3.1986 Beitritt zur UNO wird an der Urne abgelehnt (Referendum)
10.9.2002 Beitritt zur 1945 gegründeten UNO (Annahme der Volksinitiative)

 


Search:
 in this site:
   
   
   
 Rechercher

Internef - CH-1015 Lausanne  -   -  Phone +41 21 692 28 10  -  Fax  +41 21 692 28 19