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Programm 2011-2012 *dt*

Geschichte(n) in den Literaturen der Schweiz

 

Literarische Gestaltungen historischer Ereignisse sind immer bestimmt von der Spannung zwischen Realität und Fiktion und zwischen der dargestellten Geschichte und ihrer impliziten Aktualität. Im historischen Erzählen in und aus der Schweiz, das den thematischen Fluchtpunkt des akademischen Jahres 2012/13 bildet, wird dieses jedoch auch zu einer Auseinandersetzung mit einer Gesellschaft, welche sich im Spiegel ihrer Geschichte selbst erkennen will. Denn viel entschiedener als die meisten anderen europäischen Staaten definiert sich die multikulturelle Schweiz über die gemeinsame Geschichte. Sie liess sie sich deshalb von ihren Literaturen immer wieder erzählen, am wirkungsmächtigsten in der Gründungsgeschichte mit der Figur des Wilhelm Tell. Diese zeigt auch, wie literarische Fiktionen die Wirklichkeit mitprägen. Dabei haben die Literaturen der Schweiz allmählich auch kritischen Abstand zu den staatstragenden Geschichtserzählungen und zu den Diskursen der modernen Geschichtswissenschaft gewonnen. Zugleich partizipieren sie an den Entwicklungen des historischen Erzählens in den europäischen Literaturen, von der blutigen Heldenballade über das Geschichtsdrama bis zum historischen Roman.

 

Ein gemeinsames Kolloquium in den drei Sprachen soll diese Entwicklungen an einzelnen Fallbeispielen thematisieren. Es findet als Schwerpunktveranstaltung in drei Teilen statt: im Herbstsemester als Einführungsveranstaltung, dann in individuellen Einzelprojekten der Teilnehmenden, und mit einer größeren Abschlussveranstaltung am Ende des Frühjahressemesters. Genauere Informationen werden unter „Aktualitäten“ bekanntgemacht.

 

Seminare im Programm des akademischen Jahres 2012-2013

Ganzes Jahr:

Daniel Maggetti, Alberto Roncaccia, Matteo Pedroni, Dominik Müller, Peter Utz: Mini-Colloque de recherche commun: «Comment écrire l’histoire ? »  (Französisch, Deutsch, Italienisch).
Erstes Treffen: im November, genauere Informationen folgen. 

Herbst:

Sylviane Dupuis, Unige: Littérature de Suisse romande : Jette ton pain d’Alice Rivaz (1979), Autour de ma mère de Catherine Safonoff (2007) : la mère, la fille, l’écriture, ou l’« accouchement » problématique de la narratrice.

Daniel Maggetti, Unil: Séminaire de Master, littérature romande. Ecrire l'histoire (suisse). Montag, 10-12.

Matteo Pedroni, Unil: Séminaire de Master: La narrativa degli anni '70 e '80 nella Svizzera italiana. Dienstag, 15-17.

Peter Utz (Unil) / Dominik Müller (UniGe): Gemeinsames Master-Seminar: Historisches Erzählen: C. F. Meyer. Für die Teilnahme mit den Unterrichtenden Kontakt aufnehmen. Erstes Treffen Montag, 24. 9., 14 Uhr.


Frühling

Sylviane Dupuis, Unige: Littérature de Suisse romande: de Gustave Roud (Air de la solitude, Requiem) à Jacques Chessex (Portrait d’une ombre, Ode à Gustave Roud) en passant par leur Correspondance 1953-1976 : la construction d’une filiation.

Peter Utz / Irene Weber Henking: Hauptseminar (BA/MA) : Robert Walser in seinen Übersetzungen. Dienstag, 10-12.

Reto Sorg (Unil): Hauptseminar (BA/MA): Guido Bachmann. Dienstag, 15-17.

 

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